Europaweites Projekt des Bundesverbandes Solarwirtschaft zum Abbau von administrativen Hemmnissen / Installation von Solaranlagen in Griechenland, Slowenien und Portugal vereinfacht
Stromproduktionslizenzen, Baugenehmigungen, Zertifizierungen: Der Weg zum eigenen Solarkraftwerk kann in Europa bisweilen steinig sein. Der Bundesverband Solarwirtschaft e.V. (BSW-Solar) begrüßt daher den Abbau bürokratischer Hemmnisse, wie er in den vergangenen Monaten auf Initiative europäischer Solarverbände in Griechenland, Slowenien und Portugal erfolgt ist. Die Initiativen sind auf Ergebnisse des Projektes PV LEGAL des BSW-Solar zurückzuführen, das in zwölf europäischen Ländern die bürokratischen Hemmnisse des Solarstrom-Ausbaus untersucht hat. „Einige Wachstumsbremsen für Solarstrom sind damit beseitigt worden“, erklärt Jörg Mayer, Geschäftsführer des BSW-Solar. „Dieser Weg muss in ganz Europa konsequent weiter beschritten werden.“
So müssen Planer und Installateure in Griechenland mittlerweile keine Stromproduktionslizenzen für kleine PV-Anlagen (kleiner ein Megawatt) mehr beantragen. „Diese administrative Anforderung hatte in der Vergangenheit mit zu einem Stillstand des griechischen PV-Marktes geführt“, stellt Jörg Mayer fest. „Nun müssen Anlagenbauer nicht mehr bis zu zwei Jahre auf eine Lizenz warten, um mit dem Bau beginnen zu können, sondern können sofort loslegen.“
Eine ähnliche Verbesserung konnte der slowenische Solarverband in Kooperation mit der Regierung erwirken – hier entfällt die Notwendigkeit einer Baugenehmigung für kleinere Anlagen. Die Einführung einer rechtssicheren Genehmigungsfreiheit hat bereits zu einer positiven Marktentwicklung sowie einer Neupositionierung der Solarenergie als sichere und langfristige Investition geführt.
In Portugal wiederum ist das Genehmigungsverfahren für Solarstromanlagen auf eine elektronische Übermittlung im Internet umgestellt worden. „Das Verfahren wurde damit schneller, transparenter und kosteneffizienter“, bilanziert Mayer.
Alle diese Verbesserungen wurden im Rahmen des europäischen Projekts PV LEGAL vorangetrieben, das vom Bundesverband Solarwirtschaft koordiniert wird. „PV LEGAL konnte bereits signifikant zum Abbau von Bürokratie für die Photovoltaik in Europa beitragen. Dennoch bremsen administrative Hemmnisse weiterhin die Entwicklung von Solarstrom in vielen Ländern Europas. Gemeinsam mit unseren Partnern werden wir weiter unsere Anstrengungen verstärken, diese Barrieren zu beseitigen, um die europäischen Erneuerbare-Energien-Ziele zu erreichen“, verspricht Mayer.
Eine Übersicht mit Verbesserungen der administrativen Rahmenbedingungen für Soiarstrom in Deutschland und in zwölf Ländern Europas ist unter http://www.pvlegal.eu/en/results/progresses.html abrufbar.
Über PV LEGAL:
Das vom Bundesverband Solarwirtschaft e.V. (BSW-Solar) initiierte und koordinierte Projekt, an dem weitere zwölf nationale Partnerverbände, der europäische Photovoltaikverband EPIA und das Beratungsunternehmen eclareon beteiligt sind, wird im Rahmen des Intelligent Energy Europe Programm der Europäischen Union gefördert. Das Projekt PV LEGAL hat sich zum Ziel gesetzt, die administrativen Hindernisse bei der Installation von Solarstromanlagen europaweit abzubauen. Über www.pvlegal.eu sind die wichtigsten Informationen über die Barrieren in EU-Ländern verfügbar.
PV-LEGAL-Veröffentlichungen:
Übersicht über die rechtlich-administrativen Verbesserungen der PV-Rahmenbedingungen in Europa in den letzten zwei Jahren: http://www.pvlegal.eu/en/results/progresses.html PV-LEGAL-Datenbank mit umfangreichen Informationen zu Dauer, Wartezeiten und rechtlich-administrativen Kosten der Projektentwicklungsverfahren für die drei Marktsegmente der kleinen PV-Anlagen auf Wohngebäuden, mittleren PV-Anlagen auf kommerziellen Gebäuden und PV-Freiflächenanlagen: http://www.pvlegal.eu/database.html. Handlungsempfehlungen der PV-LEGAL-Partner zum Abbau von administrativen Barrieren für die Photovoltaik in den PV-LEGAL-Ländern: http://www.pvlegal.eu/results/advisory-papers.html
Weitere Informationen zu diesem Thema unter http://www.intersolar.de/de/news-europe/intersolar-tv.html
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Europa
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unter http://www.intersolar.de/de/news-europe/intersolar-tv.html=
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Die Umstellung der Energieversorgung auf erneuerbare Quellen kommt in der EU schneller voran als erwartet. Deutschland kann zwar keinen Spitzenplatz für sich verbuchen. Dafür sind die Fortschritte anderswo umso größer.
Nach Berechnungen des europäischen Windenergieverbands EWEA dürften die 27 Mitgliedsstaaten im Jahr 2020, wenn sie ihre angekündigten Programme wie geplant umsetzen, zusammen 20,7 Prozent ihres Bedarfs aus regenerativen Energien decken, wie die Organisation am Dienstag in Brüssel mitteilte. Das offizielle Ziel liegt bei 20 Prozent. Die Stromversorgung dürfte der Studie zufolge zu 34,7 Prozent aus erneuerbaren Energien kommen.
Der Branchenverband stützt sich bei den Prognosen auf Pläne der EU-Mitgliedstaaten, die diese an die Brüsseler EU-Kommission übermittelt haben. Darin stellen die Staaten detailliert dar, welche Ziele sie bis zum Stichjahr 2020 erreichen wollen. Außer um Strom geht es darin um Heizenergie und Verkehr. Bezogen auf den Gesamtenergieverbrauch wird die EU den Plänen zufolge ihr Ziel, 20 Prozent aus erneuerbaren Quellen zu decken, knapp erfüllen.
Wind vor Wasser vor Sonne
Die wichtigste Quelle dürfte den Angaben zufolge der Wind sein, der 14 Prozent der gesamten Stromerzeugung abdecken soll. 2009 waren es 4,2 Prozent. Den größten Windanteil erwartete EWEA in Irland und Dänemark mit jeweils über 30 Prozent. Deutschland dürfte der Studie nach auf 19,6 Prozent kommen und damit 1,6 Prozentpunkte über dem offiziellen Ziel liegen.
Die nächstgrößeren erneuerbaren Energiequellen sind Wasser (10,5 Prozent) und Biomasse (6,6 Prozent) sowie die Sonne (2,7 Prozent).
ges/dpa/AFP
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Nicht wenige erkennen im Ausbau erneuerbarer Energien neben der ökologischen auch eine ökonomische Chance. Das größte deutsche Wirtschaftsforschungsinstitut DIW untermauert diese Sichtweise nun mit Zahlen.
Der Ausbau erneuerbarer Energien in Deutschland wird laut einer Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) den Konsum und das Wirtschaftswachstum insgesamt stärken. Die DIW-Modellrechnung kommt für das Jahr 2030 auf eine Wirtschaftsleistung, die drei Prozent über dem ohne jeglichen Ausbau erreichten Niveau liegt. Beim Konsum werde das Plus bei 3,5 Prozent liegen. Die Berechnung fußt auf der Annahme, dass der Anteil erneuerbarer Energien am Verbrauch auf 32 Prozent steigt, so wie es das Szenario des Bundesumweltministeriums vorsieht. 2009 lag der Anteil bei 10,1 Prozent.
In die Modellrechnung einbezogen wurden positive wie negative Effekte. So gehen etwa von Investitionen in Anlagen zur Nutzung erneuerbarer Energien Wachstumsimpulse aus. Dagegen wirken sich zum Beispiel höhere Energiekosten durch teurere Produktion und staatliche Förderung sowie sinkende Investitionen in konventionelle Kraftwerke negativ aus.
dpa
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